Du, die mir duftet süß
… beginnt ein Gedicht von Rainer Maria Rilke und beschreibt wunderbar das, was mich zu diesen Vulva-Arbeiten inspiriert hat.

Denn wie eine duftende Blüte erscheint mir immer wieder die Form der Vulva, wie Blütenblätter ihre Lippen, die sich bei der richtigen Berührung öffnen und den entsprechenden Duft verströmen. Ich bin begeistert von der Vielfalt der Formen und der Schönheit des weiblichen Geschlechts. Diese Begeisterung möchte ich teilen und so vereinen sich in meinen Arbeiten die Leidenschaft für die Bildhauerei und die Beschäftigung mit der Tantramassage.

Beim Betrachten von Fotos während meiner Tantramassage-Ausbildung und der Massagepraxis habe ich diese erstaunliche Formen-Vielfalt kennengelernt und mich von ihrer Schönheit begeistern lassen. Einer Schönheit, die keiner Norm entspricht, die einzigartig und individuell ist.

So wie jeder Mensch ein anderes Gesicht hat, sind auch unsere Genitalien unterschiedlich geformt und das macht die Vielfalt der Natur aus. Ich möchte zeigen wie sie ist, und doch nehme ich mir die Freiheit zu vereinfachen oder zu abstrahieren, betone bestimmte Linien die mir besonders aussagekräftig erscheinen, hebe Formen hervor oder vernachlässige andere. So entstehen Abbilder von Vulven, bei denen ich mich zwar am Original orientiere, die jedoch meine Handschrift tragen sowie meinen künstlerischen Ausdruck und mein Empfinden wiedergeben.